Modellregion Inklusion Wetteraukreis: Barrierefreies Nidda

Jun 01 2017

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Seit 2015 ist der Wetteraukreis Modellregion Inklusion. In diesem Rahmen wurden mit Unterstützung der dil Konzepte gGmbH aus Frankfurt drei Teilprojekte in Bad Nauheim, Limeshain und Nidda begonnen. Hier in Nidda entsteht ein digitaler Stadtplan. Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch traf sich mit Bürgermeister Hans-Peter Seum, Cihad Taskin, Geschäftsführer der dil Konzepte gGmbH und Teilnehmern der Projektgruppe, die an dem Stadtplan arbeitet.

„Wohnen, Kommunikation und Mobilität sind die Schwerpunkte der drei vom Land Hessen geförderten Projekte“, erläutert Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch. Der Wetteraukreis als Träger steuert die einzelnen Teilprojekte. Die Stadt Nidda hat sich mit ihrem Projekt ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: einen „inklusiven Stadtplan“, der aufzeigt, welche Wege problemlos beschritten werden können und wo Hindernisse das Fortkommen erschweren.

Bürgermeister Hans-Peter Seum ist überzeugt: „Ein inklusiver Stadtplan wird zum Muss für jede Stadt.“ Und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch ergänzt: „Es ist wichtig, die dabei gemachten Erfahrungen zu sammeln, um sie später auf alle anderen Kommunen im Kreis übertragen zu können.“

Für die App, den inklusiven digitalen Stadtplan mussten möglichst viele Daten erfasst werden. Unterstützt wurde die dafür gebildete Projektgruppe von der dil gGmbH aus Frankfurt. Sie stellte auch die Tablets zur Verfügung. „Problemzonen“, wie etwa fehlende Handläufe, Stufen ohne Rampen oder unzureichende Beleuchtung wurden beim Gang durch die Stadt dokumentiert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie sich Sozialdezernentin, Bürgermeister und Mitglieder Projektgruppe bei einem Besuch in Nidda überzeugten. Am 1. September, wenn sich beim Herbstmarkt alle Stadtteile vorstellen, wird die App an den Start gehen. Ziel ist es, sie in die Homepage der Stadt Nidda einzubinden.

Nun muss die App „unter die Leute“. Hildegard Schneider, Seniorenbeauftragte der Stadt Nidda: „Wir müssen die Senioren an die Technik heranführen, so könnten zum Beispiel die Ehrenamtsagentur Fortbildungen in Altenclubs oder Seniorenheimen anbieten.“

„Die Verwaltung ist den ersten Schritt gegangen, die Geschäfte werden nachziehen“, ist sich Bürgermeister Hans-Peter Seum sicher. „Mit der Entwicklung der App ist die Stadt Nidda ein Vorbild für andere Wetterauer Kommunen, die sicher noch folgen werden“, sagt die Wetterauer Sozialdezernentin.

Was kommt nach dem Projekt?

Auch nach dem Projektende soll es weitergehen. Ein Katalog mit Maßnahmen wird zusammengestellt, der den Aufbau des Stadtplans nach Projektende weiterentwickelt. Und es wird auch weiterhin Begehungen der Kernstadt geben, bei denen Barrierefreiheit und Barrieren erfasst werden.

 

Bild:

Sitzend, vorne von links: Cihad Taskin dil gGmbH, Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch, Bürgermeister Hans-Peter Seum, Georg Wegner, Kreistagsehrenmitglied.

Stehend, von links: Adolf Jäger, Ehrenstadtrat von Nidda, Susanne Repp, Stadtverordnetenvorsteherin Nidda, Hildegard Schneider, Seniorenbeauftragte der Stadt Nidda, Christina Heckmann, Fachdienst Bürgerservice und Ordnung der Stadt Nidda, Edgar Stürz, Leiter der Fachstelle Soziale Hilfen Ost des Wetteraukreises.

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