Soziale Einrichtungen und Dienste weiterhin gesichert

Apr 23 2020

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Viele soziale Einrichtungen und Dienstleister können ihre wichtige Arbeit derzeit nicht dort leisten, wo sie es sonst tun. Finanzielle Einbußen bis hn zur Insolvenz sind die Folgen. Der Wetteraukreis hat dafür frühzeitig Maßnahmen ergriffen um die sozialen Strukturen handlungsfähig zu halten. Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Becker-Bösch appelliert nun ans Land.

Auch soziale Einrichtungen und Dienste sind durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen stakr betroffen. Um die Leistungserbringer handlungsfähig zu halten, wurde auf Kreisebene daher die Weiterfinanzierung der sozialen Einrichtungen gesichert. Leistungen, die aktuell nicht oder nicht im gewohnten Umfang erbracht werden können, erhalten bis zum 30.04. weiterhin Zahlungen durch den Kreis. Aufträge können somit weiter gesichert werden.

Der Wetteraukreis hat somit schneller reagiert als Bund und Land. Denn eine eindeutige gesetzliche Grundlage, die es den Leistungsträgern ermöglicht, ihre Zahlungen an die sozialen Dienstleister und Einrichtungen fortzusetzen, gab es bis jetzt noch nicht.

Ende März wurde nun auf Bundesebene das sogenannte Sozialdienstleister- Einsatzgeld (SodEG) verabschiedet. Ziel der Regelung: Soziale Dienstleister sollen mit den eigenen bestehenden Kapazitäten bei der Krisenbewältigung unterstützen. Als Ausgleich für die Bereitstellung der Kapazitäten übernehmen die sozialen Leistungsträger, in diesem Falle der Wetteraukreis, einen Sicherstellungsauftrag für diese sozialen Dienstleister. Hierdurch wird eine Grundlage geschaffen, um weiterhin Zahlungen an die sozialen Dienstleister und Einrichtungen zu erbringen.

"Das SodEG muss nun schnellstmöglich landesgesetzlich umgesetzt werden. Die Bedeutung der sozialen Dienstleistungen ist allen bekannt. Wir gehen daher stark davon aus, dass sich das Land Anfang Mai zur Zuständigkeit äußern wird. Es geht hier darum, bewährte Strukturen zu sichern und ihr Bestehen zu gewährleisten", betont Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Becker-Bösch.

"Tag für Tag stehen auch Verwaltung und Politik vor neuen Herausforderungen. Die derzeitige Krise bedeutet, schnell auf bestimmte Entwicklungen zu reagieren und gemeinsam entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Auch in diesem Fall haben wir zusammengearbeitet um schnellstmöglich auch unseren sozialen Einrichtungen die erforderliche Unterstützung zu geben. Vieles bleibt dennoch weiterhin offen. In der Krise ist an manchen Stellen auch ein 'Aushalten' von allen gefordert. Ich bedanke mich daher bei allen Verantwortlichen und Beteiligten für die Unterstützung, die Zusammenarbeit und die Geduld.

 

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