Sozialdezernentin Becker-Bösch und Kreisbeigeordnete Katrin Hechler aus dem Hochtaunuskreis: "Integration geht nur gemeinsam"

Mar 04 2021

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Integration kann nur vor Ort gelingen, und das nur gemeinsam. Davon sind Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch und die Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreis Katrin Hechler überzeugt. In einem interkommunalen Austausch diskutieren die beiden Sozialdezernentinnen über neue Ideen im Bereich Integration.

„Integration ist ein Querschnittsthema. Hier müssen mehrere Stellen zusammenarbeiten damit optimale Bedingungen geschaffen werden können. Und das nicht nur verwaltungsintern“, betont die Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises Stephanie Becker-Bösch zu Beginn des Gespräches mit ihrer Amtskollegin aus dem Hochtaunuskreis.

So hat beispielsweise der Hochtaunuskreis mit der Leitstelle Integration einen eigens eingerichteten Fachbereich. „Dieser entstand auf Grundlage des Leitbildes „Leben in Vielfalt im Hochtaunuskreis“, das unter Bürgerbeteiligung erarbeitet wurde. Mit der Fortschreibung des Leitbildes wurden Handlungsfelder wie Bildung und Sprachförderung, Ausbildung und Arbeit, Religion, Gleichberechtigung erarbeitet. Das alles läuft nun in der Leitstelle Integration zusammen“, erklärt Katrin Hechler, die Sozialdezernentin des Hochtaunuskreises.

Erst kürzlich wurde die digitale Informationsplattform „Integreat“ eingeführt, führt Hechler weiter aus. Interessierte finden hier Informationen für neuzugewanderte Menschen zu unterschiedlichen Themen des alltäglichen Lebens. Ein ähnliches Instrument gibt es auch im Wetteraukreis. „Im letzten Jahr haben wir mit Vielfalt.wetterau.de ein neues Informationsportal rund um die Themen Diversität, Demokratie, Migration, Geflüchtete sowie Nachhaltigkeit im Wetteraukreis geschaffen. Hier sollen vor allem Neuzugewanderte angesprochen und ihnen entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten gegeben werden. Die Weiterentwicklung zu einer App wie im Hochtaunuskreis könnte auch für den Wetteraukreis ein nächster Schritt sein“, so Becker-Bösch.

Auch die Idee eines Integrationspreises, wie er alle zwei Jahre im Hochtaunuskreis verliehen wird, nimmt die Wetterauer Sozialdezernentin mit. „Im Wetteraukreis hat sich in den letzten Jahren im Bereich Integration einiges getan. Wir haben mehrere Anlaufstellen für Neuzugewanderte und Ehrenamtliche, die in diesem Bereich tätig sind geschaffen- wie beispielsweise unseren Integrationsbeauftragen, unsere WIR-Koordinatorinnen und dem Integration Point. Nichtsdestotrotz wollen wir gemeinsam weitere Ideen und Lösungsansätze entwickeln. Integrationsarbeit lebt von langfristigen, kontinuierlichen und nachhaltiger Arbeit. Hier setzen wir gemeinsam an. Dafür ist auch ein interkommunaler Austausch notwendig“.

Auch Hechler betont die Wichtigkeit des interkommunalen Austausches: „Damit alle Bürgerinnen und Bürger die gleichen Chancen zur Teilhabe an der Gesellschaft, dem Bildungssystem und Arbeitsmarkt haben, bleibt die Integrationsarbeit eine große Herausforderung. Es ist eine Aufgabe, die wir allerdings auch kreisübergreifend angehen müssen. Der Austausch mit unserem benachbarten Landkreis bleibt ein wichtiges Instrument um hier erfolgreiche Integrationsarbeit zu leisten.“

 

 

 

 

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